Kurs mit Pascale Berthier
April 2011
Nach Wochen des bangen und hoffens auf gutes Wetter war es
dann gewiss,
es sollte trocken bleiben! Freitag Abend trafen wir uns in einer schönen
Runde beim Italiener.
Etwas
später nach einigen Hindernissen traf schließlich auch Steffi die
den Kurs organisiert hatte (vielen Dank dafür!) mit Pascale ein.
In einer
lockerer Runde bei Pizza und Pasta stimmten wir uns auf den Kurs ein und wer
sich noch nicht kannte hatte Gelegenheit das zu ändern.
Die Teilnehmer:
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Petra
mit Asterix
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Daniela
mit Paul
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Steffi
mit Bomber
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Jenny
mit Glory
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Marie
mit Asterix
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Der aus 5 Reitern und mehreren Theorieteilnehmern bestehende und damit ausgebuchte
Kurs ging über 2 Tage.
Samstag morgen reiste schließlich noch Michael Rick mit Kaltblüter
Ben an der zwar als Theorieteilnehmer angemeldet war aber das tolle WE
zu einem Männer Ausritt nutzen wollte. Wir tranken also noch gemütlich
einen Kaffee bevor um 10 Uhr
Petra mit Asterix den Kurs eröffnete.
Bei Asterix handelt es sich um einen 18 jährigen Trakehner, der geritten
und gefahren wird. Ein nicht ganz einfaches Pferd.
Pascale erkannte sofort das er zur Passverschiebung im Schritt neigt. Zur
Korrektur wurde die Nachgiebigkeit verbessert und am Tempo gefeilt.
Pascale ritt Asterix zum Ende der Stunde selbst um sich einen Endruck zu verschaffen.
Leider konnte ich die Stunde nicht bis Ende anschauen da ich selbst als 2.
geritten bin.
Glory, meine selbst gezogen und ausgebildete fast 10 jährige Shire
Stute sollte erst einmal Unterkieferflexion zeigen, auf beiden Hängen
nachgeben
um ins Gleichgewicht zu kommen und sich zu lösen. Erst im Halten, dann
im Schritt. Eine sehr aufschlussreiche Lektion legte Pascale mit uns ein in
dem Sie mich die Zügel hinter den
Rücken legen ließ. So war halten und anreiten durch Änderung
des Sitzes bzw. der korrekten Position der Lendenwirbelsäule möglich.
Schließlich sollte Glory gezählten Schritt zeigen, erst an der
Bande und dann in der Bahn. Im gezählten Schritt wird dieser soweit verlangsamt
das
quasi jede einzelne Schrittphase einzeln abläuft. Eine anspruchsvolle
Lektion fürs Pferd, sehr anstrengend aber es lehrt den Reiter unglaublich
die Dynamik der Bewegung zu koordinieren,
führt zu Durchlässigkeit des Pferdes und fördert enorm die
Balance. Durch die Anlehnung an der Bande funktioniert es auf dem Hufschlag
recht gut,
ohne gibt es noch ein lustiges Geschlängel. Pascale ritt Glory noch selbst
und verbesserte die Nachgiebigkeit und Kontrolle von Hinterhand und Vorhand.
Ich
bekam ein sehr weiches und lockeres Pferd zurück. Allerdings wies sie
darauf hin das Glory dazu neigt sich gerne auf dem rechten Hinterbein "auszuruhen".
Ohne das ich Pascale vorher darauf angesprochen hatte bestätigte Sie
damit meinen Eindruck der letzten Zeit daß das linke Hinterbein trägt
und weniger schiebt,
das rechte dagegen mehr schiebt und weniger trägt. Ich war schon beinahe
der Meinung das ich mir das nur einbilde, weiß nun aber das
ich mein Eindruck mich nicht trügte und ich gegen diese Schiefe gezielt
mit Seitengängen arbeiten kann.
-- Dann ging es in die Pause und wir stärkten uns mit leckerer Suppe
im Hüttchen. --
Daniela mit Paul war die nächste Teilnehmerin. Der 17 jährige
Westfale Paint it Black war lange Jahre im Springsport aktiv bis er vor 2,5
Jahren
in den Besitz von Daniela wechselte. Paul macht sich sehr fest, geht über
den Zügel und drückt dabei gerne seine Unterhalsmuskulatur heraus.
Ein Reiten über den Rücken ist so natürlich nicht möglich.
Durch konsequente Arbeit an der Hand konnte seine Haltung und Muskulatur schon
etwas verbessert werden. Pascale machte sich erst einmal mit seinen Eigenarten
vertraut und zeigte vieles an der Hand. Eine Longeneinheit nach Racinets Longiermethode
tat ihm sehr gut.
Gegen Ende lief Paul deutlich runder und zufriedener.
Der nächste Teilnehmer war Marie mit Asterix die den Trakehner
Wallach als RB-Pferd reitet. Marie führte nun die Lektionen der ersten
Einheit weiter
und konnte zum Schluss ein tolles Ergebnis erzielen in dem sie mit Asterix
die ersten kandenzierten Trabtritte zeigte! Klasse gemacht!
Als 5. ritt Steffi mit Bomber, der 12 jährige Wallach ist seit
2 Jahren unter dem Sattel und neigt dazu sich fest zu machen, über dem
Zügel zu gehen
und den Rücken nicht her zu geben. Besonders im Trab ist er nicht durchlässig,
biegt und trägt sich nicht.
Steffi´s Aufgabe war nun durch Pascales Anweisungen Bomber´s Nachgiebigkeit
zu fördern, sowie Vor, -und Hinterhand besser zu kontrollieren.
Durch Sitzübungen "Sitz der Altmeister" kann ein besserer Einfluss
aufs Pferd genommen werden.
Auch hier stieg Pascale selbst in den Sattel.
Fast alle Pferde wurden mit Pascales "Racinet Trense" gezäumt
und mit dem "Racinet Sattel" geritten.
Konzept ist jeweils ein größtmöglicher Kontakt zum Pferd der
mit minimalen Hilfen maximalen Einflüss gewährleistet.
Einen schönen Ausklang fand dieser Tag mit einem Theorieabend im Hüttchen.
Ich konnte mit Pascale noch einige Dinge besprechen, u.a. erzählte ich
ihr das ich den Eindruck habe
das im Travers rechts etwas "klemmt" und Glory nicht richtig durchtritt.
Wir besprachen dann das Problem morgen in der Praxis
an zu gehen.
2. Kurstag
Schon vorab kann gesagt werden, alle Pferde hatten sich im Vergleich zum Vortag
verbessert.
Steffi mit Bomber eröffnete den heutigen Tag. Schwerpunkt der Arbeit
bestand für Pascale wieder darin
Bombers Gleichgewicht und Nachgiebigkeit zu verbessern in dem sie Steffi viele
lösende Lektionen reiten ließ.
Auch im Trab waren die beiden heute viel besser!
Petra konnte mit Asterix noch einmal die Haltung verbessern. Asterix
war sehr durchlässig. Durch abrufen der Flexion und Nachgiebigkeit
wurde er weiter geschmeidig gemacht. Petra konnte nach und nach ihre Schenkelhilfe
aussetzen die bisher immer
treibend zur Unterstützung nötig war. Die beiden konnten die erarbeiteten
Lektionen vom Vortag abrufen und kadenzierten Trab zeigen.
Dieser ist also reproduzierbar und abrufbar. Sah ganz klasse aus!
Als 3. war ich mit Glory an der Reihe. Mein Stütchen war heute
viel geschmeidiger und schneller in den Reaktionen.
Nach Abfrage der Flexion und Nachgiebigkeit ließ Pascale mich Travers
rechts / links reiten um zu schauen wo unser Problem im Travers rechts liegt.
Zu meinem Erstaunen war alles ok, Pascale konnte mich beruhigen und stellte
sogar fest das rechts besser ist als links!
Es liegt also offensichtlich an meinem körperlichen Empfinden.
Nun ließ uns Pascale wieder am gezählten Schritt arbeiten, Glory
hatte gestern noch große Probleme die Balance in der Bahn zu halten
heute klappte das mit uns schon besser. Ich hatte auch weniger Probleme im
Sitz die Bewegung zu koordinieren,
manchmal mache ich einfach noch zu viel. Allerdings ist die Lektion sehr schwer,
gerade wenn man bedenkt das Glory ein 800kg
Shire Dame ist die ihren Schritt verlangsamen soll bis jede Phase einzeln
abläuft. Wird noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen!
An der Bande leistete Pascale uns Unterstützung so das wir tatsächlich
ein paar Tritte fast auf der Stelle schafften!
Hoch abkauen lassen und dann antraben stellte uns vor die nächste Herausvorderung,
dank umfangreicher Vorarbeit
zeigte Glory tatsächlich die ersten Tritte kadenzierten Trab! Bin sehr
stolz!
Vor der Mittagspause kam nun noch Daniela mit Paul an die Reihe, da
sich Paul gegen jegliche Anlehnung und jegliches Nachgeben seinerseits wehrt,
(körperliche Probleme wurden im Vorfeld ausgeschlossen) arbeitete Pascale
wieder mit Daniela an seiner Nachgiebigkeit.
Paul muss für sich selbst merken das ihm eine Flexion gut tut und diese
Haltung selbstständig und willig einnehmen. Man kann nur vermuten warum
er
solche Probleme damit hat. Mit hoher Hand und viel Geduld konnte auch er überzeugt
werden nach zu geben.
Zum Ende konnten die beiden sogar ein paar lockere Runden traben. Ein schönes
Bild!
-- wird weiter aktualisiert!
Kurs Impressionen:
Unsere Kursrunde am Ende eines tollen Wochenendes, ein riesen
Danke an alle für diesen tollen Kurs!





Männerausritt





Theorieabend im Hüttchen